Fornalutx - Eines der schönsten Bergdörfer der Insel


Inmitten üppiger Orangen- und Zitronenplantagen liegt das malerische, denkmalgeschützte Dorf Fornalutx an den Ausläufern des Puig Major, der höchsten Erhebung des Tramuntana Gebirges im Nordwesten der Insel Mallorca. Die das fruchtbare Tal umschließende Gebirgskette bestimmt das Klima und beschert den Bewohnern eine reiche Ernte von den Tausenden hier wachsenden Orangen- und Zitronenbäumen.

Nur ca. 5 Kilometer nordöstlich von Soller bezaubert das nur ca.500 Einwohner zählende Bergdorf seine Besucher mit seiner engen Bebauung und den kleinen Gassen, die von steilen Steintreppen unterbrochen werden. Im malerischen Fornalutx mit seinen typisch mallorquinisch gebauten Bruchsteinhäusern mit Galerien aus Holzbalkonen, die durchaus manchmal an die arabische Bauweise erinnert, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der ungewohnte Ortsname lässt ebenso vermuten, dass die Gründer arabischen Ursprungs waren. Der Ort sieht größtenteils noch immer so aus, wie zur Ortsgründung im 12. Jahrhundert. Die meisten Gebäude sind noch großartig erhalten oder liebevoll restauriert.

Fornalutx

Von Soller aus gelangt man mit dem Auto auf einer kleinen, engen Straße nach Fornalutx. Doch haben Sie als Besucher ein Parkplatzproblem. Am Ortseingang befindet sich zwar ein großer Parkplatz, der jedoch aufgrund der hohen Besucherzahlen bald an seine Kapazitätsgrenze gelangt. Es ist empfehlenswert, sich aus Soller mit einem Taxi bringen zu lassen, mit dem Bus zu kommen oder besser noch, einen der wunderschönen Wanderwege zu nehmen und die Schönheit der Natur auf sich wirken zu lassen.

Die etwa eineinhalbstündige Wanderung führt Sie an typisch mediterranen Orangen-, Zitronen- und Olivenhainen vorbei ins Bergdorf, das sich allerdings tatsächlich auch nur zu Fuß erkunden lässt. Anmutig ist das Ambiente von Fornalutx mit der schönen Plaza Espana und der alten Pfarrkirche Navidad de Nostra Senyora aus dem 16. Jahrhundert, den gepflegten historischen Bruchsteinhäusern, dem üppigen, bunten Blumenschmuck und natürlich mit den zahlreichen urigen Restaurants und Cafes, einigen Geschäften mit traditionellen mallorquinischen Waren. Das alte Waschhaus wird auch heute noch von den Bewohnern genutzt.

Das Zentrum bildet die mit großen Platanen bewachsene Plaza Espana. Hier finden Sie auch die sehenswerte alte Pfarrkirche mit der Marienfigur am Außenportal und einer Sonnenuhr. Im Innenraum befindet sich noch eine alte Orgel aus dem Jahre 1584.

Dem mitten im Ort stehenden, verwunschenen Brunnen sagt man nach, dass jeder Besucher, der aus ihm trinkt, nach Fornalutx zurückkehren wird. Viele Bauwerke sind nicht nur mit Blumen, sondern auch mit den typisch mallorquinischen glasierten Fliesen verziert. Die Muster und Symbole sollen Unglück von den Bewohnern fernhalten. Die aus dem 17. Und 18. Jahrhundert stammenden, prächtigen Herrenhäuser dienten den früheren Gutsherren als Winterquartiere. Sie sollten es nicht versäumen, die Natursteintreppen vom Rathaus hinunterzusteigen, um zu dem idyllischen Wasserlauf des Ortes zu gelangen.

Überqueren Sie den Bach auf einer Brücke und folgen rechts dem Pfad ein wenig, so werden Sie mit einem traumhaften Blick auf das Tal und das Dorf belohnt. Aus den Bergen sprudelt ein kristallklarer Bach ins Tal, der die Orangen- und Zitronenbäume auch in heißen Sommermonaten mit Wasser versorgt. Jeder Besucher von Fornalutx kann nachvollziehen, warum das kleine, gemütlich wirkende Natursteindorf schon mehrfach als architektonisch schönster Ort Spaniens ausgezeichnet wurde. Die Steinhäuser mit wunderschön angelegten gepflegten Gärten und grünen Fensterläden, die bunten blumengeschmückten Gassen, vermitteln eine wahre Bilderbuchidylle und liefern unvergessliche Fotomotive.

Das überaus fruchtbare Tal von Soller mit den Orangen- und Zitronenplantagen, die einen frischen Duft verströmen und die Silhouette des ständig gegenwärtigen Tramuntana Gebirges geben dem prämierten Bergdorf seinen verdienten angenehmen Rahmen. Durch die traumhafte Lage und das malerische Ambiente fühlen sich viele Künstler und Literaten angezogen und lassen sich gern von der Natur, der Architektur und nicht zuletzt auch von der bunten Mischung der Bewohner inspirieren.

Es sind viele Nationalitäten hier vertreten. Angefangen bei Mauren und Franzosen, gibt es auch Einwanderer aus Spanien, England und Schweden. Aber auch mallorquinische Aussteiger finden sich in Fornalutx ein und treffen sich am liebsten im Cafe auf der Plaza Espana mitten im Ort. Früh morgens vermittelt Fornalutx den Eindruck eines verlassenen Freilichtmuseums. Jedoch am späten Vormittag ändert sich dieses Bild rasch. Tagsüber schlendern die vielen Besucher treppauf und treppab durch das verschachtelte Dörfchen auf verwinkelten Wegen mit seinen ockerfarbenen Natursteinhäusern und der mediterranen Blumenpracht, die das gepflegte Erscheinungsbild prägen. Denn inzwischen ist das schönste Bergdorf im Nordwesten der Insel leider kein Geheimtipp mehr, da es sich herumgesprochen hat, wie außergewöhnlich schön die Dorfanlage und ihre märchenhafte Naturumgebung sind.

Tipp: Wer auf der Straße von Soller Richtung Fornalutx noch ein kleines Stückchen weiterfährt, findet rechts das kleine Restaurant am Mirador des ses Barques. Von der Terrasse hat meinen einen wunderbaren Blick auf den Hafen von Soller und der Mandelkuchen ist hier besonders gut!

(Artikel Quelle: http://www.las-islas-reisen.de/ferienhaus-mallorca/Mallorca_Landschaft/fornalutx.html)